Praktikum bei der Polizei

„Den Geruch werde ich nie vergessen“

In zwei trockenen Semestern Verwaltungs- und Rechtspflege wälzte Axel vor allem Gesetzestexte. Am zweiten Praktikumstag bei der Polizei machte er eine grausige Erfahrung

Bringt so schnell nichts aus der Ruhe: Polizeikomissar Axel Kosber (Quelle: Privat)

Eine ältere Dame hatte auf dem Revier angerufen: „Ich habe meinen Nachbarn schon seit zehn Tagen nicht mehr gesehen. Können Sie mal nachsehen, ob da alles in Ordnung ist?“ Vor der Wohnungstür des Vermissten: Ein Polizist klingelt. Drinnen rührt sich nichts. Dafür steigt ihm, seinem Kollegen und Praktikant Axel ein süßlicher Geruch in die Nase. „Wir brechen die Tür auf“, entscheidet der Beamte. Axel holt das Stemmeisen aus dem Auto. Zehn Minuten später ist die Tür offen. Der Student hält sich die Nase zu. „Ich muss kotzen“, denkt er.

Sein Ziel vor Augen

An seinem ersten Tag bei der Polizei war Axel Kosber, damals 20 Jahre alt, sehr aufgeregt. Schon als kleiner Junge wollte er Uniform tragen und Verbrecher jagen –
wie sein Papa. So war klar, dass er nach dem Abitur Verwaltungs- und Rechtspflege, Fachrichtung Polizeivollzugsdienst, studierte. Nach viel Theorie und trockenen Gesetzestexten fand im dritten Semester das erste von zwei Praxissemestern statt. Der Student wurde einer kleineren Polizeiinspektion in der Nähe seines Heimatortes zugeteilt. Das erste Mal in voller Montur Streife fahren – „ein unbeschreibliches Hochgefühl!“ Doch auf das, was ihn an seinem zweiten Praktikumstag erwartete, hatte ihn seine Ausbildung nicht vorbereitet.

Auf Seite 2 erfährst du mehr über Axels grausigen Madenfund

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2 Kommentare

  1. emmi

    Ist ja krass! Und was war nun die Todesursache?

  2. Mareike Kosber

    @emmi: Das wusste Axel leider auch nicht – den Tod stellt ja ein Arzt fest, nicht die Beamten. Aber da die Wohnung voller Alkoholflaschen war, liegt der Grund nah…

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