MUT ZUR PRAXIS: Herr Lehmann, haben Sie während Ihres Studiums viele Praktika absolviert?
Max Lehmann: „Ja einige, von welchem soll ich erzählen, dem Letzten, dem Längsten, dem Besten?“
… vom besten Praktikum.
Max Lehman: „Mein bestes Praktikum war bei der HypoVereinsbank.”
Das müssen Sie ja sagen …
Max Lehmann: „Nein, Nein. Das war aber tatsächlich so. Während meines Praktikums habe ich in der internen Kommunikationsberatung gearbeitet und durfte unter anderem bei einer Veranstaltung im Eventmanagement mitmachen.“
Was war das für eine Veranstaltung?
Max Lehmann: „Das war eine Führungskräfte-Strategietagung in Hannover, zu der 12 000 Führungskräfte gemeinsam anreisten. Wir hatten einen eigenen ICE, mussten die ganze Logistik planen und die Teilnehmer vor Ort einquartieren.”
Haben Sie bei weiteren Veranstaltungen mitgearbeitet?
Max Lehmann: „Ich war außerdem im Artmanagement. Diese Abteilung verwaltet die Kunstbestände der HypoVereinsbank. Damals wurde eine Ausstellung ins Leben gerufen. Das Artmanagement aus Deutschland kooperierte mit vergleichbaren Abteilungen aus Mailand, Wien und ein paar osteuropäischen Städten und stellte eine Wanderausstellung zusammen. Jedes Land konnte ein paar Kunstwerke beisteuern, von den Mitarbeitern wurden über das Intranet die besten ausgewählt und dann in den teilnehmenden Städten für sechs Wochen ausgestellt.“
Jetzt verstehe ich, warum Ihr Praktikum bei der HypoVereinsbank das Beste war.
Max Lehmann: „Ja, das Praktikum war eben sehr abwechslungsreich. Ich habe extrem viel gelernt, das lag auch an meiner Chefin. Sie hat mich als Praktikant sehr gut eingebunden und zu solchen Veranstaltungen wie dem Führungskräftetag in Hannover mitgenommen und ich habe einfach viel zu sehen bekommen.“
Läuft ein Praktikum bei der HypoVereinsbank immer so ideal ab?
Max Lehmann: „Wir haben im Jahr ungefähr 500 Praktikanten und ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es beim Großteil der Praktikanten so läuft. Natürlich hängt das aber auch stark von der jeweiligen Führungskraft und dem Zeitpunkt des Praktikums ab. Ich habe selbst in meiner Abteilung einen Praktikanten gehabt, der zu einem Zeitpunkt kam, als gerade die wichtigsten Veranstaltungen durch waren und die neuen noch nicht losgingen. Er war in einer Übergangsphase da, das haben wir selber im Vorhinein gar nicht so beurteilt, haben dann aber gemerkt, dass er nicht so richtig Fuß fassen konnte. Solche Dinge werden wir künftig stärker mit berücksichtigen. “
Sie haben ein Programm angeboten: Ein sechs Monate dauerndes Praktikum für Absolventen, die während des Studiums keine Zeit für Praktika hatten …
Max Lehmann: „Eigentlich bieten wir fertigen Bachelors kein Praktikum an, außer er geht konsekutiv zum Master und überbrückt so sinnvoll die Semesterferien. Letztes Jahr hatten wir das Pilotprogramm „Hands on“ ausgeschrieben, das sich explizit an Bachelors richtet, die während des Studiums keine Berufspraxis integrieren konnten. Das war im eigentlichen Sinne kein Praktikum, die Absolventen wurden besser bezahlt als Praktikanten. Wenn sie gut waren, sollten sie auch direkt in ein Traineeprogramm übernommen und die sechs Monate „Hands-on“-Zeit angerechnet werden.“
Eine gute Sache also …
Max Lehmann: „Das dachen wir auch, aber wir haben gemerkt, dass das Programm eigentlich überflüssig ist. Die Leute, die sich darauf bewarben, hatten alle schon Praxiserfahrung, die hätten wir auch gleich in ein Traineeprogramm aufnehmen können. Die Leute, die wir eigentlich damit ansprechen wollten, haben wir gar nicht gefunden.“
Neben Praktika bieten Sie auch Jobdates an, was verbirgt sich dahinter?
Max Lehmann: „Das Jobdate ist für Absolventen, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und entweder unser Unternehmen noch nicht kennen oder in einen Fachbereich wollen, auf den ihre Praktika nicht 100% passen. Das Jobdate bietet dann die Chance, noch einmal einen Infoaufenthalt an einem Tag zu machen, sich alles anzugucken, auch den potentiellen zukünftigen Chef. Die Kandidaten haben das Jobdate gut angenommen, wobei man eben auch gute Paarungen zusammenstellen muss, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden. Alles andere ist oft der Spontaneität geschuldet, das macht den Absolventen aber nie etwas aus, das ist eher ein Grund, warum sie kommen.“
Erst sitzt ihr im Hörsaal, später lest ihr Bücher, irgendwann schreibt ihr Prüfungen. Universität bedeutet Theorie. Leider: Arbeitgeber aber wollen praktische Erfahrung. Daher fordert euch die Initiative MUT ZUR PRAXIS auf: Auch wenn das Studium länger dauert – nehmt euch Zeit für Praktika! Damit ihr wisst, was euch im Büro, in der Werkstatt, im Labor erwartet.
Wir helfen euch Mutigen. Besucht dazu einfach unsere Facebook-Seite. Warum? Weil ihr nur hier mit den Menschen in Kontakt kommt, die entscheiden, wer in Zukunft bei Adidas, Audi oder Allianz arbeitet: den Mitarbeitern der Personalabteilung. Nur bei uns erfahrt ihr, auf was es beim Berufseinstieg wirklich ankommt.



An der Uni habe ich ... bei minus 10° C in der Uckermark Bodenprofile gestochen
Ich finde, dass Praxis ... den besten Lerneffekt hat
Als Praktikant durfte ich ... mit einem Traktor fahren, obwohl ich nicht einmal einen PKW-Führerschein besaß
Für meinen Traumberuf habe ich ... meine Heimatstadt Berlin verlassen und bin in den Schwarzwald gezogen
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