Bewerben via Internet

Das 1×1 der Email-Bewerbung

Schnell, günstig, modern: Email-Bewerbungen liegen voll im Trend. Wir zeigen dir, was du bei deiner digitalen Bewerbung beachten musst, um nicht im virtuellen Papierkorb zu landen

Keinen Bock auf Zettel-Chaos? Dann bewirb dich online (Quelle: MUT ZUR PRAXIS)

1×1: Email-Adresse:

Deine Freunde kennen dich vielleicht als „Discoqueen“ von Hamburg, dein potentieller Arbeitgeber möchte dich aber auf keinen Fall als Königin der Clubszene kennen lernen. Heißt im Klartext: “julia.schmidt@gmx.de“ als Absender ist ok, „thehottestpartygirlintown@gmx.de“ geht gar nicht! Noch ein Tipp: Ein Smiley mag in einer privaten Mail lustig sein, in einer Email-Bewerbung haben Emoticons aber nichts zu suchen ;)

1×2: Achtung: Keine HTML-Mails!

Die unterstützen nämlich nicht alle E-Mail-Programme und steigern die Größe. Auch wenn HTML-Mails Bewerbungen optisch aufwerten – Finger weg davon! Sende nichts anderes als Text-Mails. Vorsicht bei “Outlook Express”: Bei dem Microsoft-Programm ist die Standardeinstellung keine normale Word-Datei. Deshalb: Vor dem Abschicken checken. Wo? Im Menü Extras > Optionen … > Senden wählen und schauen, was bei Nachricht Senden – Format steht.

Hier checkst du deine Email-Einstellung (Quelle: Mut zur Praxis)

1×3: „Sage mir, wer du bist…“

Bedeutet: Lege eine Signatur an! Warum? Sie enthält alle persönlichen Daten, die der Arbeitgeber wissen muss: Namen, Adresse, Telefonnummer (am besten auch die Handy-Nummer). Setze die Signatur mit zwei Bindestrichen unter die Mail, nicht wie in einer schriftlichen Bewerbung, über den Text.

1×4: “Guten Tag” ist kein Betreff…

Bewerbung auf die Süddeutsche Zeitung vom 03.03., ausgeschriebenes Praktikum in Ihrer Redaktion/ Telefonat mit Herrn Prof. Dr. Günter Sorgenfrei vom 04.03. aber auch nicht! Wähle eine aussagekräftige, aber kurze Betreffzeile (max. 60 Zeichen). Also: Wofür bewerbe ich mich und wo bin ich auf die Stelle aufmerksam geworden?

1×5: Wichtig: Das Anschreiben!

Für die virtuelle Bewerbung gilt besonders: knapp, aber präzise! Meist werden die Emails nie ganz gelesen, sondern im Vorfeld nach Kriterien gefiltert. Es gibt Computerprogramme, die eine Mail nach Schlüsselwörtern z.B. nach Stellenausschreibung, geforderte Qualifikationen und Infos aus dem Unternehmen filtern. Und noch was: Viele Personalberater durchforsten das Internet nach Infos über die Bewerber. Das Foto auf StudiVZ, wo du betrunken über dem Tresen hängst,  also lieber löschen. Google dich vorher am besten mal selbst.

1×6: Sei sorgfältig!

Nimm dir die Zeit und füge eine „Attachement“-Liste unter deine Email. Achte darauf, dass du nicht nur die Datei-Namen auflistest, sondern detailliert aufführst, was sich dahinter verbirgt. Die Datei mit deinen Zeugnissen sollte auch “Zeugnisse” heißen und nicht “mfg.23″.  So lässt sich schnell klären, welche Datei sich lohnt zu öffnen.

1×7: Halte die Anzahl der Dateien gering

Übertreiben solltest du es aber auch nicht mit den Anhängen. Füge maximal drei Dateien hinzu, die zu deinem Praktikumsplatz passen.  Verwende leicht zu verarbeitende Formate, am besten PDF. Niemals Zip-Dateien. Warum? Die verursachen bei den Personalern nur Arbeit und werden oft von der Firewall des Unternehmens blockiert. Achte darauf, dass deine Anlagen zusammen maximal 3 MB Datengröße haben.

1×8: Nicht zu unterschätzen: Das Foto

Verwende  für das Bewerbungsfoto keine Bitmaps oder TIFF-Grafiken. Am besten JPEGs erstellen und so eine minimale Dateigröße erzeugen. Das Foto sollte, genau wie bei der schriftlichen Bewerbung, gut gewählt sein. Achte auf einen ruhigen Hintergrund, seriöse Kleidung und: keep smiling! Frage einen Fotografen nach digitalen Abzügen. Und denk daran: Das Bild nie gesondert, sondern nur innerhalb eines anderen Dokuments anfügen.

1×9: Teste deine Bewerbungsmail

Schick deine Bewerbung einem Freund. So kannst du testen, ob die Mail auch ankommt. Die Person deines Vertrauens sollte sie ausdrucken und Korrektur lesen. Außerdem kann dein Freund mit einer “normalen” PC-Ausrüstung kontrollieren, ob er deine Dateien problemlos öffnen kann.

1×10: Bewerbung abgeschickt – und jetzt?

Abwarten und Tee trinken – maximal zwei Wochen. Dann ist es durchaus legitim, nachzuforschen. Rufe das Unternehmen an und erkundige dich freundlich, wann du mit einer Antwort rechnen kannst. So demonstrierst du dein Interesse!


von Annekathrin Zimmermann

4 Kommentare

  1. caszziopeia

    Cool. Danke für die kurze, knappe und echt informative Auflistung.

  2. Wolkenkuckucksheimler

    Super! Auf die Idee mit der Signatur wäre ich gar nicht gekommen, danke :-)

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