Pannen gehören in jedes Praktikum. Dirk Machner erlebte sie im wahrsten Sinne des Wortes. Gleich zu Beginn seines sechsmonatigen Praktikums bei dem Beratungsunternehmen Ernst & Young gab sein Auto den Geist auf. Der 25-Jährige musste zwei Stunden auf den ADAC warten und kam erst gegen Mittag ins Hamburger Büro. „Das war mir fürchterlich peinlich“, sagt er. Mittlerweile kann Dirk Machner über diese Erfahrung lachen. Heute ist er bei Ernst & Young fest angestellt und weiß, dass ein Berufseinsteiger nicht perfekt sein muss, um gute Arbeit zu leisten.
Viele Stellenausschreibungen für Praktika vermitteln den Eindruck, Studenten müssten so gut qualifiziert sein wie Berufsprofis. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Bewerber, die nicht alle Bedingungen erfüllen, gute Chancen haben“, sagt Dirk Machner. Und auch wer das Praktikum in der Tasche hat, sollte nicht denken, ein Neuling dürfe keine Schwächen zeigen. In seinem Praktikum bei Ernst & Young arbeitete der 25-Jährige im Bereich Wirtschaftsprüfung und kontrollierte mit seinen Kollegen einen Jahresabschluss. Dabei werden die jährlichen Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens berechnet. Falsche Zahlen führen zu einem fehlerhaften Ergebnis. Dieses Problem konnte Dirk Machner verhindern: „Bevor ich zur Blockade fürs Team wurde, habe ich lieber zugegeben, dass ich etwas nicht kann. Und wenn ich einen Fehler gemacht habe, habe ich das offen eingestanden.“
Schwächen zu zeigen, das hat Dirk Machner für seinen Berufseinstieg nicht geschadet – im Gegenteil. Alle Kollegen haben damals positiv reagiert, wenn er Schwierigkeiten offen zugab. Und schon einen Monat vor Ende seines Praktikums bekam er ein festes Stellenangebot. Weil er sein Bachelor-Studium bereits abgeschlossen hatte, konnte er den Vertrag gleich unterzeichnen. In seiner Funktion als Wirtschaftsprüfungsassistent bei Ernst & Young betreut er heute selbst Praktikanten und weiß: „Ein ehrliches Auftreten ist entscheidend. Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kunden und dem Team ist eine der wichtigsten Qualifikationen für Berufseinsteiger.“
Erst sitzt ihr im Hörsaal, später lest ihr Bücher, irgendwann schreibt ihr Prüfungen. Universität bedeutet Theorie. Leider: Arbeitgeber aber wollen praktische Erfahrung. Daher fordert euch die Initiative MUT ZUR PRAXIS auf: Auch wenn das Studium länger dauert – nehmt euch Zeit für Praktika! Damit ihr wisst, was euch im Büro, in der Werkstatt, im Labor erwartet.
Wir helfen euch Mutigen. Besucht dazu einfach unsere Facebook-Seite. Warum? Weil ihr nur hier mit den Menschen in Kontakt kommt, die entscheiden, wer in Zukunft bei Adidas, Audi oder Allianz arbeitet: den Mitarbeitern der Personalabteilung. Nur bei uns erfahrt ihr, auf was es beim Berufseinstieg wirklich ankommt.



An der Uni habe ich... versucht meinen Horizont zu erweitern
Ich finde, dass Praxis... wichtig ist, um zu entscheiden, was nach all den Seminararbeiten kommen soll
Als Praktikant durfte ich... Wasserrutschen testen, die Akropolis besteigen und Harald Schmidt einen Kaffee servieren
Für meinen Traumberuf habe ich... den großen Sprung von Südost- nach Südwest-Deutschland gewagt
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Den Artikel habe ich mit großer Freude gelesen! Wie oft wird von den jungen Leuten erwartet, sie müssten perfekt sein! Doch niemand kann “perfekt” sein, wenn er nicht die Chance dazu bekommt, sich zu beweisen und seine Talente zu fördern. Vielfach wird verlangt, dass Praktikanten wie auch Berufseinsteiger viel Praxiserfahrung und Know-how besitzen, was allerdings unmöglich ist, wenn es nicht erst einmal ein Unternehmen “unerfahrene” Personen einstellt. Bei den Fehlern ist das sicherlich so eine Sache: Man muss selbstverständlich nicht bereits schon alle Qualifikationen mitbringen, die bei einem Praktikum o.Ä. erforderlich sind, aber was ganz wichtig ist: Man muss die Voraussetzung und Fähigkeit besitzen, neue Dinge zu erlernen und sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Nur wer auch die Bereitschaft hat und zeigt, sich relevante Kenntnisse anzueignen, wird auch nicht als “schwach” begriffen, wenn er Schwächen zugibt, sondern als “ehrlich und motiviert”.
Pannen gehören zum Berufsleben nicht nur bei Praktikanten dazu, entscheident ist wie jeder mit seinen Fehlern und Pannen umgeht. Diesbezüglich ist dieser Artikel ein sehr gutes Beispiel
Schöner Artikel – sehr ermutigend für junge Leute Fehler einzugestehen. Weiter so!