Über MUT ZUR PRAXIS

Die Partner im Queb e.V.

Weitere Unterstützer der Initiative

Warum MUT ZUR PRAXIS?

Im Winter 2009 artikulieren Studierende ihre Unzufriedenheit gegenüber der Bologna-Reform. Etwa zur gleichen Zeit stellen einige Unternehmen fest, dass die Zahl der Praktikantinnen und Praktikanten und die Dauer der Praxiseinsätze deutlich rückläufig ist – ein Umstand, der auch mit der Bologna-Reform im Zusammenhang steht.

Rückblick: Der Bologna-Prozess soll den Studierenden den Wechsel zwischen Hochschulen erleichtern. Dafür mussten die Inhalte modularisiert werden. Die vielfach getroffene Entscheidung für eine Regelstudienzeit von sechs Semestern – der Rahmen liegt laut Bologna-Reform bei sechs bis acht Semestern – führte zu einer Verschulung des Curriculums. Seither ist meist festgeschrieben, welche Veranstaltungen besucht werden müssen, auch, weil nicht alle Angebote in jedem Semester auf dem Lehrplan stehen. Zudem verkürzte sich die verfügbare Zeit für Praktika in den Semesterferien auf etwa sechs Wochen.

Folge: Damit wurden Praktika von drei Monaten oder länger nahezu unmöglich. Auslandsaufenthalte, beispielsweise in Form eines Auslandssemesters, wurden erschwert, da es im derart geregelten Studienablauf nicht machbar ist, nur für ein Semester auszusteigen. Die Entscheidung für ein Auslandssemester bedeutet also häufig die Verlängerung des Studiums um zwei Semester, da erst nach einem Jahr der Einstieg in den Regelablauf wieder möglich ist. Unternehmen halten aus guten Gründen an den Praktika von drei Monaten oder länger fest. Vor allem um auch die Grundsätze einer Fair Company (Praktikum ist Ausbildung und nicht Ausbeutung) ernsthaft zu leben.

Das Dilemma: Zu wenig Zeit für Praktika

Für Studierende bieten Praktika viele positive Aspekte: Erfahren, wie der angestrebte Job wirklich ist; Erleben, wie an der Hochschule Gelerntes in der Praxis angewendet wird; Erarbeiten eines ersten Zugangs zu einem möglichen späteren Arbeitgeber.
Auf diese Weise wird es viel einfacher, den Input der Hochschule in praktischen Output zu verwandeln. Außerdem ist es nach einem Praktikum viel leichter, sich in einem großen Unternehmen zurecht zu finden.

Die Vorteile für die Unternehmen sind ebenso vielfältig: Absolventen mit entsprechender Praxiserfahrung sind reifer, da sie besser wissen, in welchen Fachgebieten sie arbeiten möchten und ob sie eher zu einem Konzern oder zum Beispiel Mittelständler passen. Nicht zuletzt bieten Praktika für beide Seiten den unschätzbaren Vorteil, sich gegenseitig kennenzulernen. Damit sind sie für Studierende eine wichtige Orientierungsphase und für Unternehmen ein mögliches Rekrutierungswerkzeug.

Durch eine Reihe von Diskussionsrunden an Hochschulen wurde schnell klar, dass die Studierenden in erster Linie einen schnellen Studienabschluss anstreben. Aus ihrer Sicht sind ein geringes Einstiegsalter und gute Noten die entscheidenden Einstellungskriterien. Für Unternehmen sind jedoch Praktika und Auslandserfahrungen viel wichtiger.

Die Idee: Habt Mut zur Praxis!

Die Auswirkungen der mangelnden Möglichkeit für längere Praktika betreffen nahezu alle Branchen. Das führte zu der Idee dieser Initiative. Wenn viele Unternehmen verdeutlichen, dass angemessene Praxis- und Auslandserfahrungen wichtiger sind als der schnelle Studienabschluss des Bachelor-Studiums innerhalb von sechs Semestern, dann sollte sich etwas ändern.

Dabei geht es nicht um eine generelle Kritik an der Bologna-Reform. Die Absicht ist viel mehr, zur Verbesserung der Umsetzung der Reform beizutragen. Die Botschaft war damit klar: „Habt Mut zur Praxis!“ Offen war zunächst noch die Frage, auf welchen Kanälen gesendet werden sollte. Der vielversprechendste Weg, um die angepeilte Zielgruppe Studierende zu erreichen, schien über soziale Netzwerke, Plattformen und Communities zu führen.

Der Ansatz: Volontäre für ein junges Zielpublikum

Wer steht hinter der Initiative? Innerhalb des Unternehmens Hubert Burda Media sind die Volontärinnen und Volontäre (Einstieg in das Unternehmen im Oktober 2008 und 2009) die Gruppe, welche die größte Nähe zur Zielgruppe hat, da die meisten vor Kurzem selbst noch Studierende waren. Unter professioneller Anleitung wurde das Grundkonzept der Social Media Initiative erarbeitet und im Austausch mit Mitgliedsunternehmen des dapm (der arbeitskreis personal marketing) verifiziert und weiterentwickelt. Damit entwickelte sich das Volontärsprojekt zu einer gemeinsamen Initiative der Burda Journalistenschule und des dapm, der rund 40 große Unternehmen aller Branchen repräsentiert.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:

Queb e.V.
Quality employer branding (vormals dapm)
Susanne Hüsemann
Postfach 41
61131 Schöneck
info@queb.org

Die Partner im Queb e.V.

Partnerlogos

Allianz Bayer Evonik L'Oréal Ernst & Young Merck Siemens Targo Bank Infineon Adidas Procter & Gamble Deutschland BearingPoint Philips Rohde & Schwarz Bosch Unilever Deutsche Bahn Generali Deutschland Commerzbank BMW Group Telekom SAP Accenture Deutsche Bank ThyssenKrupp Deutsche Post DHL Audi Daimler Bertelsmann HypoVereinsbank Deloitte EADS BASF UBS EnBW Dekra Continental IBM Microsoft E.ON KPMG

Weitere Unterstützer der Initiative

Madaus, Licht + Vernier Otto Bock