Wettbewerb der Visionen

Haare waschen ohne Wasser?

Deutschland im Jahr 2050. Shampoo muss nicht mehr ausgewaschen werden, Pillen reinigen die Zähne: Die Henkel Innovation Challenge für Studenten prämiert solche Ideen einmal im Jahr

Futuristisch: Der Wettbewerb kürt die kreativsten Beiträge rund um die Kosmetik der Zukunft (Quelle: Henkel)

MUT ZUR PRAXIS: Frau Klein, Sie betreuen die Henkel Innovation Challenge, die jedes Jahr im Frühjahr ausgetragen wird. Was ist das für ein Wettbewerb?

KATRIN KLEIN: Es ist ein internationaler Business-Wettbewerb für Studenten aller Fachrichtungen. Die Studenten sollen ein Konzept für ein Henkel-Produkt aus den Bereichen Kosmetik und Körperpflege oder Wasch- und Reinigungsmittel für das Jahr 2050 erarbeiten.

Für uns zählt nicht das Studienfach, sondern die Teamfähigkeit der Teilnehmer.
Katrin Klein, Employer Branding Managerin

Können auch Studenten ohne Marketing- oder Management-Erfahrungen an der Challenge teilnehmen?

Natürlich. Kreativität ist schließlich nicht an ein Studienfach gekoppelt. Bei der Weiterentwicklung ihrer Produktidee werden die Studenten vor Ort durch Henkel-Manager unterstützt, so dass Erfahrungen im Bereich Marketing oder Management nicht unbedingt nötig sind. Letztendlich spielt für den Erfolg im Wettbewerb auch eine Rolle, wie gut man präsentiert und dass man als Team-Player agieren kann.

Freudensprünge: Das Sieger-Team des nationalen Wettbewerbs 2010 (Quelle: Henkel)

Freudensprünge: Das Team der Uni Mannheim wurde zum nationalen Sieger 2010 erklärt (Quelle: Henkel)

Warum ist die Teilnahme am Wettbewerb nur im Team möglich?

Die Teilnahme im Team bildet die Realität des Arbeitslebens bei Henkel ab: Die meisten Projekte werden bei uns im Team durchgeführt, denn so entstehen die besten Ideen und so ist eine produktive Arbeitsteilung möglich. Deshalb lautet unser diesjähriges Motto auch: „A global team – winning together“.

Gab es besonders kreative Beiträge, an die Sie sich erinnern können?

In der Vorstellung der Studenten wird die Welt im Jahr 2050 von Nanotechnologie und Robotern geprägt sein. Dahin tendierten die meisten Visionen. Obwohl wir nicht explizit dazu aufgefordert haben, ist es auch bemerkenswert, wie sehr den Studenten der Aspekt Nachhaltigkeit am Herzen liegt – die Mehrzahl der eingereichten Projekte basiert auf nachhaltigem und verantwortlichem Konsumverhalten.
So kommen die Studenten beispielsweise immer wieder auf kreative Ideen, wie in der Zukunft Waschen oder Körperpflege ohne Wasser möglich sein kann.

Die Vorschläge der Teilnehmer sind Hinweise darauf, welche Trends uns in der Zukunft erwarten könnten.

Werden die Produkt-Ideen der Teilnehmer später auch realisiert?

Da die Teilnehmer Ideen für das Jahr 2050 entwickeln, haben wir natürlich noch nichts umgesetzt. Für uns sind die Vorschläge aufschlussreiche Hinweise darauf, welche Trends uns erwarten könnten. Letztendlich liegt der Fokus des Wettbewerbs jedoch vielmehr auf dem Austausch mit kreativen Talenten sowie darauf, Henkel als internationalen und innovativen Arbeitgeber zu positionieren. Besonders interessant sind für uns daher die Entwickler der Ideen: Wer die Fähigkeit besitzt, ein gutes und nachhaltig wirtschaftliches Konzept für ein neues Produkt zu entwickeln und zu präsentieren, hat beste Chancen auf einen Einstieg bei Henkel.

Der Wettbewerb ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, talentierte und motivierte Nachwuchskräfte kennenzulernen.

Katrin Klein, Employer Branding Managerin, betreut die Challenge (Quelle: Henkel)

Wie gut sind denn die Aussichten für die Teilnehmer, nach dem Wettbewerb von Henkel übernommen zu werden?

Sehr gut. Für Henkel ist der Wettbewerb eine ausgezeichnete Möglichkeit, schon frühzeitig talentierte und motivierte Nachwuchskräfte kennenzulernen, für das Unternehmen zu begeistern und an sich zu binden. Natürlich halten wir Kontakt zu den Top-Studenten des Wettbewerbs und können jährlich neue Mitarbeiter und zahlreiche Praktikanten rekrutieren. Das Netzwerken und der Kontakt zu Henkel-Managern, zum Beispiel im Rahmen des Mentorenprogramms, sind daher Aspekte, die die Studenten an unserem Wettbewerb besonders schätzen.


von Silke Schönfelder

3 Kommentare

  1. Silberglöckchen

    Toller Text und großartige Links

  2. Nafi

    Hallo Silke!
    Tolller Artikel, als ich damals in Brüchermühle Urlaub machte, hatte ich eine Freundin, die hätte dies auch so super hingekriegt.
    LG

  3. Alte Reichshoferin

    @ Nafi: :-) ) Ich finde, du solltest das deiner Brüchermühler Freundin unbedingt selbst sagen (silruna@gmx.net) – soweit ich weiß, hat sie hat dich nämlich schon gesucht!

Zurückschrei(b)en!